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Rheuma-Therapie

Es gibt wohl kaum einen Begriff der eine so vielschichtige Bedeutung hat wie Rheuma.

Die eigentliche fachspezifische Benennung „Krankheiten des rheumatischen Formenkreises“ ist eine weitaus treffendere Bezeichnung und weist darauf hin, das damit keineswegs nur eine Krankheit gemeint ist, sondern Rheuma eine Vielzahl von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates umschreibt.

Gemeinsames Merkmal sind die damit einhergehenden Schmerzen, die abhängig vom Schweregrad fast unerträglich werden können und Patienten mitunter ans Bett fesseln.

Formen

Grundsätzlich teilt man Rheuma in die davon betroffenen Stütz- und Bewegungskreise ein.

Diese sind im Einzelnen

  • die Knochen
    Man spricht dann auch von Gelenk- oder Knochenrheuma.
  • die Muskeln
    Man spricht hier vom sog. Weichteilrheumatismus
  • einzelne Organe und Stoffwechsel
    Man spezifiziert dann nach den betreffenden Organen.
  • Kollagene
    Man spricht dann von Bindegewebsrheuma

Die WHO teilt die Krankheiten des rheumatischen Formenkreises nach folgenden Kriterien ein:

Autoimmunbedingte, entzündliche, rheumatische Erkrankungen.

Dazu gehören nach dem ICD-10 (International Classification of diseases)

  • die rheumatoide Arthritis (auch chronische Polyarthritis genannt)
  • der Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans)
  • Psoriasis-Arthritis
  • die reaktive Arthritis
  • die Kollagenosen (Bindegewebserkrankungen); dazu gehören z.B. der Lupus erythematodes, das Sjögren-Syndrom und die Sklerodermie
  • und Vaskulitiden (entzündliche Gefäßerkrankungen)

Degenerative (verschleißbedingte), rheumatische Erkrankungen.

Dazu gehört die bekannte Arthrose

Stoffwechselerkrankungen, die mit rheumatischen Beschwerden einhergehen.

Dazu gehört

  • die Gicht und andere Kristallablagerungskrankheiten
  • die Osteoporose
  • die Hämochromatose (Eisenstoffwechseltörung)

Rheumatische Erkrankungen der Weichteile (Muskeln und Sehnen).

Dazu gehört

  • die Polymyalgia rheumatica (entzündlicher Weichteilrheumatismus)
  • die Polymyositis (Entzündung des Muskelgewebes)

Da es mittlerweile mehr als 300 Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises gibt, kann auch ein Fachmann kaum noch den Überblick behalten.

Eine korrekte Diagnose wird dadurch nicht leicht gemacht.Rheuma

Ursachen

rheuma3

Die Grundlage vieler rheumatischen Erkrankungen bildet ein fehlgeleitetes Immunsystem.

Man spricht daher auch von einer Autoimmunerkrankung. Das gestörte Immunsystem ist nicht mehr in der Lage in Freund und Feind zu unterscheiden und greift auch körpereigenes Gewebe, wie z.B. die Gelenkinnenhaut an. Dies führt dann zu entzündlichen Erkrankungen, wie eine rheumatoide Arthritis.

Warum das Immunsystem seine Fähigkeit verliert, nur körperfremde Substanzen anzugreifen, ist bislang ungeklärt. Allerdings weiß man, dass bestimmte rheumatische Erkrankungen familiär gehäuft auftreten, was sich auch durch den Nachweis bestimmter Genmarker verifizieren lässt.

Vieles spricht also für eine genetische Disposition. Es gibt auch einige, seltenere, vorkommende rheumatische Erkrankungen, bei denen man eine bakterielle Infektion als Auslöser ausmachen kann.

Epidemiologie

Bevorzugt betreffen Krankheiten des rheumatischen Formenkreises Menschen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr.

Davon abzuleiten, dass Rheuma eine Alte-Leute-Krankheit sei, ist jedoch falsch. Selbst Kinder erkranken an Rheuma. Hier stehen jedoch die sog. Kollagenosen, wie der Lupus erythematodes im Vordergrund.

Symptome und Diagnostik

In Folge der Entzündungen kommt es mittel- bis langfristig beim Gelenkrheumatismus neben Schmerzen auch zu Gelenkzerstörungen.

Damit einhergehende Fehlstellungen und Funktionsverluste sind obligat. Chronische Schwellungen sind zudem eine der Hauptsymptomatiken, die einen Gelenkrheumatiker beeinträchtigen.

Fast jeder ist einem Menschen mit absonderlich verformten Fingern begegnet und kann sich vorstellen, welche Schmerzen von solchen Gelenkverformungen ausgehen müssen.

Diese Schmerzen treten in der Regel nachts und in Ruhe verstärkt auf. Typisch ist die sog. Morgensteifigkeit. Bis der Patient „in Gang kommt“ braucht es seine Zeit. Gerade im Anfangsstadium zeigt sich eine rheumatische Erkrankung der Gelenke durch einen frühmorgendlichen Rückenschmerz, der den Patienten aus dem Bett treibt.

Ein Frühwarnzeichenkann auch ein Fieber oder unklare Erkrankungen der inneren Organe sein.

Manchmal zeigt sich ein Rhema auch durch grippeartige Symptome, wie Kopfschmerzen und einem allg. Krankheitsgefühl.

Es kann auch zu Komplikationen wie einer Herzbeutelentzündung oder einer Lungenentzündung kommen.

Wen wundert es da, dass mitunter Monate mit allen möglichen Therapieansätzen vergehen, bis die Diagnose Rheuma gesichert ist.

Grundlage der Diagnostik ist die ausführliche Anamnese (Aufnahme der Krankheitsgeschichte). Hier muss auch eine Familienanamnese mit einbezogen werden, da wie bereits oben erwähnt eine familiäre Häufung anzutreffen ist.

Daran schließt sich die körperliche Untersuchung und eine Blutuntersuchung an.
Im Blut werden sog. Rheumafaktoren (bestimmte Antikörper) ausfindig gemacht, die richtungsweisend für eine Diagnose sein können.

Allerdings gibt es auch rheumatische Erkrankungen, wie den Morbus Bechterew, der keine positiven, typischen Rheumafaktoren aufweist, sondern spezielle Untersuchungen verlangt.

Um die Diagnose zu sichern, werden regelmäßig auch bildgebende Verfahren, wie ein MRT, ein CT durchgeführt.
Eine Szintigrafie kommt ebenfalls häufig zum Einsatz.

Der Rheumatologe bedient sich des Weiteren sog. Fragenkataloge, die es als Diagnosehilfsmittel in fertiger Form gibt.

Therapie

Leider beschränkt sich die schulmedizinischen Therapie hauptsächlich auf die Medikamentengabe.

Nach wie vor wird versucht, durch Verabreichung sog. Glucocorticoide; sprich Cortisol die eine rheumatische Erkrankung begleitenden Entzündungen in den Griff zu bekommen. Neuerdings werden auch so.g TNF-Alpha-Blocker verabreicht, die eine immunsupressive (das Immunsystem schwächende) Wirkung haben.

Die Nebenwirkungen liegen nahe:

Die Immunsupression bietet ein Einfallstor für alle möglichen Erreger, die sonst vom Immunsystem abgewehrt werden.
Häufige Infektionen sind nur eine Seite dieser Folge.

Es gibt eine große Anzahl von Medikamenten, die schulmedizinsich eingesetzt werden können. Daher möchte ich mich auf die o.g. Erwähnung beschränken; nicht zuletzt auch deshalb, weil ich in meiner Naturheilpraxis in Oldenburg einen naturheilkundlichen Weg bei der Behandlung von rheumatischen Erkrankungen gehe.

Ergänzende Therapien

rheuma2

Hier ist vor allen Dingen die sog. physikalische Therapie zu nennen. Hier kommen Kälte-, als auch Wärmeanwendungen zum Einsatz.

Man kann hier nicht von einer generalisierten Wirkung sprechen, da jeder Patient anders auf eine physikalische Therapie reagiert.

Hier gilt es auszutesten, was dem Patienten hilft.

Allerdings bevorzugt man in der Akutphase Kältepackungen, da eine Entzündung sinnlogisch mit Wärme einhergeht. Bei der Kältetherapie werden kurzzeitig sehr hohe Minustemperaturen erreicht, um dem Patienten Linderung zu verschaffen.

Um einer fortschreitenden Gelenkdeformation entgegen zu wirken muss eine Physio- oder Ergotherapie begleitend eingesetzt werden. Gerade bei schweren Gelenkdeformationen ist oft auch eine Operation unvermeidlich.

Wie aus dem Vorgesagtem ersichtlich, kommt eine Kombination verschiedenster Therapieverfahren zum Einsatz, wenn man eine rheumatische Erkrankung schulmedizinisch behandelt. Jeder Patient ist so individuell, wie das auf ihn abgestimmte Behandlungskonzept.

In meiner Naturheilpraxis in Oldenburg behandle ich Rheumapatienten nebenwirkungsfrei mithilfe der Biokybernetik. Wenn Sie Fragen dazu haben, lade ich Sie ein, sich auf meinen anderen Unterseiten darüber zu informieren. Gerne können Sie auch ein persönliches Gespräch mit mir führen, wenn Sie weitergehende Fragen haben.