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Migräne-Behandlung

Die Migräne mit dem klassischen Kopfschmerz zu verwechseln fällt nichtbetroffenen Menschen nur allzu leicht.

Barley ears ground view

Dabei handelt es sich bei dieser schweren Schmerzerkrankung um eine dauerhafte Belastung und Bedrohung die nur wenige Menschen, die unter normalen Kopfschmerzen leiden nachvollziehen können. In meiner Naturheilpraxis in Oldenburg erlebe ich daher immer wieder auch psychisch verzweifelte Menschen, die unter den Folgen einer Migräne depressiv geworden sind.

Etwa 10 % der Bevölkerung leidet unter Migräne. Dies ist ein dramatischer Wert, der auch dadurch fühl- und erlebbar gemacht wird, weil so gut wie Jeder einen unter Migräne leidenden Menschen in seiner Bekanntschaft hat. Ganz zu schweigen vom erheblichen volks- und betriebswirtschaftlichen Schaden, der durch Arbeitsausfälle zu beklagen ist.

Leider wird Migränekranken oft Hypochondrie oder Wehleidigkeit vorgeworfen.
Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus.

Migräneanfälle können Stunden bis zu Tagen dauern und bei Betroffenen Todeswünsche entstehen lassen.

Vorkommen

Etwa acht Milionen Menschen in Deutschland erleben regelmäßig den Leidensdruck der Migräne.

Frauen sind dabei mit 18% Prävalenz (Vorkommen in der Bevölkerung) deutlich häufiger als Männer mit einer Prävalenz von ca. 6 % betroffen. In der Regel wird eine Migräne ab einem Alter von ca. 25 Jahren diagnostiziert. Kinder können durchaus migräneähnliche Kopfschmerzen entwickeln. Man spricht dabei jedoch seltener von dieser eindeutigen Diagnose.

Formen und Sympotmatik der Migräne

Die unterschiedliche Formen der Migräne bedingen ebenso unterschiedliche Symptomatiken.

Es gibt allerdings grundlegende Gemeinsamkeiten:

  • ein starker, mitunter unerträglicher Kopfschmerz, der in 70% der Fälle halbseitig, pulsierend auftritt und periodisch wiederkehrt.
    Charakteristisch ist ein Auftreten im Stirn-, Schläfen- und Augenbereich.
  • eine häufig auftretende Vorbotenphase (auch Prodromalphase genannt), die bei ca. 30 % der Betroffenen auftritt.
  • ein Heisshunger auf bestimmte Nahrungsmittel kommt in der Vorbotenphase häufig vor.
  • eine ausgeprägte Müdigkeit (auch in der Rückbildungsphase der Migräne).
  • eine erhöhte Geräusch- und Lichtempfindlichkeit.
  • Störungen im Magen- Darmtrakt (z.B. Übelkeit, Erbrechen und Verstopfung).
  • in der Kopfschmerzphase Appetitlosigkeit
  • motorische Störungen
  • Sehstörungen.

Die gewöhnliche Migräne ohne Aura

  • Sie macht mit ca. 80% den mit Abstand größten Anteil der Mirgäneerkrankungen aus.
  • Die mit ihr verbundenen Schmerzen sind leichterer Natur als bei der klassischen Migräne, die von einer Aura begleitet wird.
  • Sie ist gekennzeichnet durch die weiter oben beschriebenen Symptomatiken ohne die sog. Aura.
  • Die Kopfschmerzen sind in 70% der Fälle stark seitenbetont und können wandern.
  • Durch körperliche Aktivität verstärkt sich die Symptomatik.
  • Die Kranken suchen daher Ruhe und meiden aufgrund der Lichtempfindlichkeit Lichtquellen.
  • Bei der gewöhnlichen Migräne sind Vorboten häufig Stimmungsschwankungen und Unruhe.

Die klassische Migräne mit Aura

Diese macht ca. 20% aller Migräneformen aus.
In der sog. Auraphase kommt es zu Wahrnehmungsstörungen, wie

  • einem Verlust des räumlichen Sehens
  • Sehunschärfen
  • Sensibilitätsstörungen (sog. Parästhesien)
  • Schwindelattacken
  • Geruchsverlust
  • Sprachstörungen

Von Patient zu Patient kann die Auraphase unterschiedliche Schwerpunkte haben.
Bei dem Einen stehen visuelle Störungen im Vordergrund und bei dem Anderen Neurologische und so fort. Diese Vielfältigkeit der Symptome bestätigt sich auch in meiner Naturheilpraxis in Oldenburg immer wieder.

Charakteristisch ist für eine Migräneaura, das sie sich dynamisch verändert. So können sich visuelle mit motorischen Störungen abwechseln, etc.

Die gute Nachricht ist:

Die Aura hält nicht dauerhaft an, sondern verschwindet nach einer gewissen Zeit von selbst (abgesehen von besonderen Komplikationsformen, die weiter unten noch angesprochen werden).

Es gehen von ihr auch keine bleibenden Schäden aus.

Begünstigende Faktoren und Auslöser

Auslösereize sind unter anderem:

zu wenig oder zuviel Schlaf.
Nahrungsmittel (besonders glutamathaltige)
Stress
Hormonschwankungen (z.B. während der Periode). Bei Frauen ganz eindeutig der häufigste Auslöser.

bestimmte Gerüche
Wetterumschwünge
Alkoholkonsum
bestimmte Medikamente

Die Rückbildungsphase:

Hier stehen Erschöpfung und Müdigkeit im Vordergrund.

Schwere Verlaufsformen:

Eine Migräne kann auch über Monate fast ständig präsent sein.

Sie wird aufgrund des damit verbundenen Leidensdruckes als Komplikation bezeichnet. Auch bei einem sog. Status migränosus ist die Bezeichnung Komplikation zutreffend, da hier die Symptome auch nach über 72 Stunden nicht abnehmen.

Es gibt noch andere Komplikationsformen, die aber aufgrund Ihrer Seltenheit keine weitere Erörterung auf dieser Internetpräsenz finden sollen.

Die Diagnose

Nach einer ausführlichen Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte) kann ein Arzt oder Heilpraktiker in der Regel eine fundierte Diagnose stellen.

Um die Diagnose zu verifizieren, sollte dem Patienten aufgegeben werden, ein sog. Kopfschmerztagebuch zu führen.
Daraus lässt sich gut erkennen, ob die Vermutung „Migräne“ richtig ist.

Sehr wichtig ist auch, andere mögliche Ursachen eines Kopfschmerzes, der Migränecharakter haben kann auszuschließen (z.B. einen Gehirntumor, Unfall, etc.).

Wie kommt es zu einer Migräneattacke?

Man tappt diesbezüglich immer noch im Dunkeln und hat hilfsweise verschiedene Hypothesen aufgestellt.

Eine davon beruht auf der Beobachtung der Blutgefäße, die sich während einer Migräne weiten. Davon ausgehend, nimmt man an, dass Schmerz- und Dehnungsrezeptoren in unmittelbarer Nähe des Trigeminusnerves aktiviert werden, sobald es zu einer Migräne kommt.

Auch die Großhirnrinde wird für das Schmerzempfinden in diesem Zusammenhang verantwortlich gemacht.

Der pulsierende Schmerz wird noch am ehesten durch die vaskuläre (gefäßbedingte) Hypothese erklärbar gemacht. Beobachtet wird in diesem Zusammenhang, das eine chemisch eingeleitete Gefäßverengung den Migräneanfall zurückgehen lässt und die oben beschriebene Weitstellung den gegenteiligen Effekt hat.

Diskutiert werden auch andere Hypothesen wie die Übererregung des Hirnrinde durch Freisetzung von Kaliumionen.

Auch ein Entzündungsmechanismus wird für eine Erklärung herangezogen, da sich beobachten lässt, dass entzündungsvermittelnde Botenstoffe während eines Migräneanfalles freigesetzt werden.

Genetische Ursachen

Die Migräne tritt auch familiär gehäuft auf und lässt daher eine genetische Disposition vermuten.

Es lassen sich sogar genetische Mutationen auf dem Chromoson 19 nachweisen.

Schulmedizinische Behandlung

Die Schulmedizin geht davon aus, dass eine Migräne nach heutigem Erkenntnisstand nicht heilbar ist.

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Allerdings kann man durch geeignete Medikamente in der Akutphase Linderung verschaffen und auch die Anfallshäufigkeit deutlich reduzieren. Neben den Klassikeren, wie ASS und Paracetamol wird auch auf sog. Triptane wie Sumatriptan zurückgegriffen.

Mein naturkundlicher Ansatz

An dieser Stelle möchte ich Sie nicht weiter mit einer Latte chemischer Therapeutika langweilen, sondern Ihnen die Biokybernetik als nebenwirkungsfreie Alternative empfehlen, die sich in meiner Naturheilpraxis bewährt hat.

Sprechen Sie mich bitte an, wenn Sie weitergehende Informationen zu einer biokybernetischen Behandlung einer Migräne wünschen.