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Bettnässen: Behandlung bei Kindern

Bettnässen bei Kindern ist ein immer wiederkehrendes Problem in meiner Naturheilpraxis in Oldenburg.

Ich habe mich zudem darauf spezialisiert und biete meinen „kleinen“ Patienten und ihren Eltern einen naturheilkundlichen Ansatz gegenüber der schulmedizinischen Therapie an.

Dieser besteht in der Regel aus einer kombinierten Hypnose- und Biokybernetiktherapie, da sie sich bislang am besten bewährt hat.

Grundlegendes zum Bettnässen

Machen Sie sich bitte keine Gedanken, wenn Ihr Kind bis zum fünften Lebensjahr nachts noch nicht trocken ist.

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Das ist als physiologisch normal einzuschätzen. Es gibt zwar Meinungen, die von einem vierjährigen Kindesalter sprechen; aber ich gebe zu Bedenken, dass dies eine schwimmende Grenze ist, die nicht zu sehr auf die Goldwaage gelegt werden sollte. Mit Druck können Sie Ihrem Kind ohnehin nicht helfen, da es nicht absichtlich ins Bett macht.

Im Gegenteil: Verständnis und Trost sind der beste Ratgeber, wenn man die Diagnose Bettnässen gestellt bekommt.

Nach dem fünften Lebensjahr muss man nämlich tatsächlich zu der o.g. Diagnose kommen, die nicht nur Sie als Eltern belastet. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass ca. 10 % aller Kinder bis zum sechsten Lebensjahr noch ins Bett machen. In meiner Praxis ist daher das Thema Bettnässsen, eines der am meisten konsultierten.

In seltenen Fällen zieht sich das Bettnässen sogar bis ins Erwachsenenalter durch.

Formen

Man unterscheidet grundsätzlich zwei Formen des Bettnässens:

  • 1. das sog. Primäre Bettnässen, bei dem das Kind noch nie trocken war

und

  • 2. das sekundäre Bettnässen, wenn das Kind vor dem Einnässsen bereits mindestens sechs Monate trocken war

Zum primären Einnässen

Grundlage ist hier eine Entwicklungsverzögerung des Kindes, die auch familiär gehäuft auftreten kann und damit eine stark genetische Komponente aufzeigt.

Psychische Probleme sind in der Regel nicht die Ursache einer primären Enuresis, sondern eher deren Folge. Von größter Bedeutung ist in diesem Zusammenhang das ADH (antidiuretisches Hormon), das den Wasserhaushalt nicht nur bei kleinen Leuten, sondern auch bei Erwachsenen steuert.
Ausgeschieden wird es von der Hypophyse, die das ADH in bestimmten, zeitlichen Abständen ausscheidet. Normalerweise nimmt die Ausschüttung des ADH`s nachts zu, wodurch wir uns in der Regel einen Toilettengang sparen können.

Beim Einnässen spielt noch der Faktor des Schlafverhaltens eine große Rolle: Zur gestörten ADH-Ausschüttung gesellt sich in der Regel noch ein sehr tiefer Schlaf, der verhindert, dass der Blasenreiz ein Wecksignal an den Organismus abgeben kann.

Zum sekundären Einnässen

Man geht bei der sekundären Enuresis davon aus, dass psychische Faktoren die Hauptrolle spielen.

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Schaut man genauer hin, ergeben sich oft Anhaltspunkte für eine psychische Belastung, wie die Scheidung der Eltern, der Tod eines Elternteiles oder Mobbing in der Schule. Manchmal auch freudige Ereignisse für die Eltern, wie z.B. die Geburt eines Geschwisterkindes.

Sie kann auch Folge einer sog. Regression sein, bei dem das Kind unbewusst die Zuwendung der Eltern sucht und durch das Einnässen zu bekommen erhofft. Die möglichen Ursachen abzugrenzen erfordert eine genaue Recherche. Für eine Anamnese (Aufnahme der Krankengeschichte) nehme ich mir daher immer mindestens eine Dreiviertelstunde bis Stunde Zeit.

Natürlich kann eine primäre Enuresis auch mit einer sekundären Enuresis vergesellschaftet sein.

Von der Enuresis muss man die Harninkontinenz abgrenzen, die auch viele Erwachsene begleitet.

Bei der Harninkontinenz liegen körperliche Faktoren, wie z.B. eine neurologische Ursache, eine funktionale Blasendysfunktion oder Anomalien vor.

Besonderheiten

Bei Kindern mit ADHS tritt das nächtliche Einnässen weitaus häufiger auf, als bei nicht betroffenen Kindern.

Man geht davon aus, dass die Reizverarbeitung im Gehirn gestört ist und dann zum Problem wird. Auch eine verzögerte Hirnreifung kann Ursache einer Enuresis sein. Man nimmt an, dass die Nervenbahnen noch nicht ausgreift sind, die für die Blasenfunktion im Zusammenspiel mit anderen Hirnarealen zuständig sind.

Oft erlebe ich in meiner Naturheilpraxis in Oldenburg, dass eine biokybernetische Untersuchung eine Schwermetallbelastung ergibt, die diese Nervenbahnen beeinträchtigt.

Diese Schwermetalle leite ich dann aus. Oft hat das den entscheidenden Durchbruch in der Behandlung gebracht. Hat man einen Verdacht auf eine Hirnreifungsstörung verwenden Schulmediziner (was leider nicht im Bewusstsein jedes Mediziners ist) den sog. Rey-Osterrieth Complex Figure Test.
Das Kind soll dabei eine Grafik abmalen und sie später aus dem Gedächtnis rekonstruieren. Wenn hier eine große Fehleranzahl erkennbar wird, ist das ein Anzeichen für eine Hirnreifungsstörung.

Allergien

Es gibt Meinungen, dass auch eine bestimmte Lebensmittelallergie als Auslöser für eine Enuresis in Betracht gezogen werden kann.

In der Tat habe ich oft erlebt, dass eine biokybernetische Untersuchung in meiner Naturheilpraxis Hinweise dafür ergab. Dann ist es geboten, auch diese Allergie mitzubehandeln.

Diagnostik

Neben der Eigen- und Fremdanamnese, die entscheidende Hinweise auf das Vorliegen einer Enuresis gibt, muss man sich weiterer diagnostischer Mittel bedienen, um den richtigen Therapieansatzzu wählen.

Denn, wie ich weiter oben dokumentiert habe, gibt es eine Vielzahl möglicher Ursachen für das Bettnässen. Eine schulmedizinische Untersuchung muss in jedem Fall einer naturheilkundlichen Untersuchung in meiner Praxis vorausgehen.

Sie ist daher so wichtig, weil eine organische Ursache, wie eine Blasenanomalie vorliegen könnte, die auch mit einem naturheilkundlichen Ansatz nicht behandelt werden kann, sondern ggfs. operiert werden muss. Jeder verantwortungsbewusste Heilpraktiker überweist, wenn nicht schon geschehen, ein Kind mit dem Verdacht auf nächtliches Einnässen an einen ihm bekannten Arzt.

Ich arbeite mit einer Vielzahl von Medizinern zusammen, die für sich betrachtet, ein Spezialgebiet abdecken und so eine gründliche Untersuchung gewährleisten können.

Im Einzelnen untersucht der Schulmediziner:

  • den Urinstatus
  • mittels einer Sonografie die Nieren- und die Blase; insbesondere die Harnwege.
  • zudem muss von den Eltern aufgezeichnet werden, wieviel Urin in einem 24-Stundenzeitraum abgegeben wird. Man bezeichnet das auch als Anfertigen eines Miktionsprotokolls.
  • eine neurologische Untersuchung.
  • eine Blutuntersuchung, um entzündliches Geschehen auszuschließen.
  • eine endokrinologische Untersuchung (aufgrund eines evtl. ADH-Defizits). Allerdings ist der Nachweis sehr schwer zu führen, da die natürliche ADH-Menge zu klein ist. Im Zweifel wird ein Medikament verschrieben, dass die Nachtharnmenge reduziert. Schlägt es an, ist dies in der Regel ein guter Hinweis für eine bestehende ADH-Problematik.
  • und natürlich eine allg. körperliche Untersuchung, die insbesondere das Abdomen, also den Bauchraum in den Mittelpunkt der Diagnostik stellen muss.
  • Manchmal kommt auch eine Blasenspiegelung in Betracht.
  • Sind alle körperlichen Parameter untersucht und negativ, muss auch an ein psychisches Problem gedacht werden.

In diesen Fällen überweise ich nicht weiter, sondern kann dies aufgrund meiner Ausbildung selbst qualifiziert beurteilen. Immer wieder erlebe ich erstaunte Eltern, die während eine Anamnese erst erfahren, was ihrem Kind auf der Seele liegt. Ich höre dann Dinge, wie „so schlimm habe ich das garnicht eingeschätzt“ oder „das hat er mir nie so deutlich gesagt“.

Gerade da liegt das Problem. Für ein Kind stellen sich Probleme ganz anders da als für einen Erwachsenen. Etwas, das wir als lapidar einstufen, stufen wir nur deshalb als lapidar ein, weil wir es aus einer erwachsenen Sicht beurteilen.

Ein Kind nimmt vieles sehr persönlich und auf der emotionalen Ebene wahr.

Das gebe ich den Eltern immer wieder mit auf den Weg; mache ihnen jedoch keinen Vorwurf, denn nicht jeder kann psychotherapeutisch ausgebildet sein.

Was können Sie als Eltern machen, um Ihren Kind zu helfen?

  • Zuhören, Verständnis zeigen und einige ganz praktische Dinge, wie
  • eine angenehme Atmosphäre für den Toilettengang schaffen.
  • Wenn das Kind negative Assoziationen (wie Bestrafungen) mit dem Toilettengang verbindet, hat es eher die Neigung die Toilette zu meiden und wird dies auch unterbewusst im Schlaf zum Ausdruck zu bringen.
  • auf eine verminderte Flüssigkeitszufuhr in den Abendstunden zu achten. Diese Maßnahme wird von einigen Behandlern auch kritisch gesehen, weil so das Einüben des nächtlichen Wasserlassens erschwert wird. Allerdings halte ich diese Bedenken für übertrieben. Ich kenne Niemanden, der einem bettnässenden Kind vor dem Zubettgehen noch etwas zu Trinken gibt.
    Probieren Sie das mal selbst aus: Richtig: Sie werden höchstwahrscheinlich nachts aufstehen müssen, um Ihre Blase zu entleeren.
  • eine Windel anlegen.

Was Sie nicht machen sollten

  • Machen Sie Ihrem Kind auf keinen Fall Vorwürfe oder dramatisieren sie das Wasserlassen.
    Ihre Sorge überträgt sich automatisch auf Ihr Kind, was kontraproduktiv ist.
    Begegnen Sie Ihrem Kind, stattdessen mit viel Liebe und Verständnis; auch wenn es hart ist, häufig das Bettzeug waschen zu müssen.
  • Wecken Sie Ihr Kind nicht für einen Toilettengang, bevor Sie selber ins Bett gehen. Diese Methode wurde jahrelang mit einem fragwürdigen Nutzen praktiziert.
    Heute weiß man, dass dadurch nur der Schlafrhythmus aus dem Takt gerät und Ihrem Kind damit nicht geholfen, sondern eher geschadet wird.

Weitere Methoden

Sehr viel Disziplin verlangt eine sog. Klingelhose oder Klingelmatte den Eltern ab.
Sie wird dem Kind vor dem Zubettgehen angelegt oder unter dem Laken deponiert und gibt bei Flüssigkeitskontakt ein Signal ab.

Dadurch wird das Kind im besten Fall geweckt. Leider klappt das bei extremen Tiefschläfern nicht immer und die Eltern müssen aufstehen und ihr Kind zum Toilettengang anhalten.

Wenn die Behandlung durchgehalten wird, kann sie aber durchaus sehr gute Effekte haben. Hier gilt „Probieren über Studieren“.

Das Kind sollte für diese Behandlungsmethode aber mindestens fünf Jahre alt sein.

Um Ihnen meinen naturheilkundlichen Ansatzmittels Hypnose und Biokybernetik zu erklären, rufen Sie mich gerne für eine Terminabsprache an.

Ich stehe Ihnen in meiner Naturheilpraxis in Oldenburg gerne für Fragen zur Verfügung.