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Heuschnupfen-Behandlung durch Biokybernetik

Der Heuschnupfen (auch allergische Rhinitis oder allergischer Schnupfen genannt) ist sehr weit verbreitet und stellt die häufigste, allergische Erkrankung dar.

Blüten- und Gräserpollen sind Auslöser dieser Erkrankung. Jeder Zehnte leidet darunter. Dabei ist die Tendenz von Jahr zu Jahr steigend. Die Erkrankung beginnt in der Regel sehr früh im Kindesalter und beeinträchtigt fortan die Lebensqualität ganz erheblich.

Hervorgerufen wird sie durch eine Kettenreaktion, bei der der Körper verstärkt das sog. Immunglobulin E ausschüttet sobald die Antigenstruktur der Blütenpollen auf den Organismus trifft. Das Immunglobulin heftet sich dann an die Oberfläche von basophilen Mastzellen und veranlasst diese vermehrt Histamin und andere Mediatoren freizusetzen.

heuschnupfen


Verteilung der wichtigsten Inhalationsallergene auf Allergiker
(Quelle: Naturheilpraxis heute, Urban & Fischer-Verlag, Elvira Bierbach, Ausgabe März 2006, S. 986).

Typisch für den Heuschnupfen sind jahreszeitabhängige Beschwerdebilder

Je nach spezifischem Allergen (Frühblüher, Spätblüher, etc.) findet die allergische Reaktion zu ganz bestimmten Jahreszeiten statt.

So reagieren Menschen, die auf Frühblüher allergisch sind besonders auf Hasel, Eiche, Ulmen und Weiden. Spätblüher wie der Sauerampfer, der Roggen und der Beifuss lösen erst im Sommer- und Spätsommer allergische Reaktionen aus. Dafür wurde der sog. Pollenflugkalender entwickelt, der es den Betroffenen erleichtert, sich auf bevorstehende Reaktionen vorzubereiten.

pollenflugkalender


(Quelle: Naturheilpraxis heute, Urban & Fischer-Verlag, Elvira Bierbach, Ausgabe März 2006, S. 987)

Entwicklung eines Heuschnupfens

Es wurde nachgewiesen, dass die Neigung, an einem Heuschnupfen zu erkranken vererbt wird. Besonders Menschen, die in Ihrer Verwandtschaft Allergiker haben, sind daher überproportional betroffen.

Ich kann das auch aus meiner eigenen Praxis berichten. Häufig kommen nach einer Behandlung eines Patienten weitere Verwandte zu mir.

Diskutiert wird unter anderem, ob auch die Zunahme der Hygiene in industrialisierten Ländern einen Beitrag zur Entwicklung des Heuschnupfens leistet. Man weiß aus Untersuchungen, das Heuschnupfen in weniger entwickelten Ländern, wie Bulgarien oder Rumänien eine deutlich geringere Verbreitung hat. In Dritte Welt-Ländern ist der Heuschnupfen so gut wie unbekannt.

Das mag auch damit zusammenhängen, dass das Immunglobulin E dort mit seiner originären Aufgabe, nämlich der Abwehr von Parasiten ein „Arbeitsfeld“ hat, das bei uns kaum noch eine Relevanz besitzt.

Phasen einer Allergie

Jeder Allergie geht eine sog. Sensibilisierungsphase voraus.

Mit anderen Worten: es geht nicht sofort bei einem Erstkontakt mit einer Allergie los, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Sensibilisierungsphase

Sog. B-Lymphozyten produzieren Immunglobulin E, das sich wiederum an basophile Mastzellen bindet und dort für eine Sensibilisierung für das Allergen sorgen.

Bis hierhin passiert noch nichts. Die Sensibilisierungsphase ist quasi eine beginnende „Scharfstellung“ der Mastzelle, die sich auf das Antigen einzustimmen beginnt.Sie ist durch eine Ruhephase des Hinzulernens gekennzeichnet, die teilweise jahrelang verlaufen kann und auch abhängig von der Kontakthäufigkeit mit dem Allergen ist.

Allergische Reaktion bei erneutem Kontakt

Irgendwann hat die Mastzelle hinzugelernt und ist so überreizt, dass sie bei einem erneuten Kontakt mit dem Allergen förmlich explodiert und überschießend mit der Ausschüttung von Histamin, Heparin, Leukotrienen, Prostaglandinen und anderen körpereigenen Mediatoren beginnt.

Symptomatiken, die sich daraus ergeben können:

  • Ständiger Schnupfen
  • Häufiges Niesen
  • durch angeschwollene Schleimhäute eine ständig verstopfte Nase
  • Gerötete Augen und Augenbrennen
  • Anschwellen der Augenlider mit starkem Juckreiz
  • Lichtempfindlichkeit
  • Müdigkeit
  • allgemeines Krankheitsgefühl des Patienten
  • manchmal auch Husten und tinnitusähnliche Ohrgeräusche.
  • Bezeichnend ist, dass die Beschwerden über den Tag verstärkt auftreten und abends
  • zum Abklingen neigen
  • Auch eine Wetterverschlechterung dämmt den Pollenflug ein und führt zur
  • Besserung des Heuschnupfens.

Muss ein Heuschnupfen behandelt werden?

Das ist mit einem großen Ausrufezeichen zu bejahen.

Denn: Die Allergie kann sich auf andere Stoffe auszuweiten beginnen und das Beschwerdebild noch weiter verschlimmern.
Die vermehrte Sekretbildung bei einem Heuschnupfen ist einer idealer Nährboden für alle möglichen Bakterien, die dann ihr Unwesen im Körper treiben können.

Ausserdem kann es zur Entwicklung einer Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) kommen, da die Schleimhäute durch die permanente Schwellung keine ausreichende „Belüftung“ des Nasennebenhöhlentraktes mehr zulassen.
Auch eine Mittelohrentzündung kann so entstehen, da das gesamte Hals- Nasen- und Ohrensystem eine anatomische Verbindung hat.

Besonders folgenschwer ist der sog. Etagenwechsel, der eine Entwicklung bis hin zu einem chronischen Asthma meint. An den Folgen eines Asthmaanfalles sterben in Deutschland jedes Jahr mehr als 5.000 Menschen. Ein Heuschnupfen darf deshalb nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Ich rate allen meinen Patienten daher zu einer möglichst zeitnah durchzuführenden biokybernetischen Behandlung in meiner Naturheilpraxis, die ohne „chemische Keule“ auskommt und die Selbstheilungskräfte im Körper aktiviert.

Eine kurze Erklärung zu den o.g. Fachbegriffen

Rhinitis = Schnupfen

Antigen = Stoffe, an die sich Antikörper binden.
Im Grunde jeder natürliche oder künstlich hergestellte Stoff, der vom Körper als fremd wahrgenommen wird und eine Immunantwort auslöst.
Antigene bestehen zumeist aus Proteinen (Eiweißen), Polysachariden, aber auch aus Viren oder Bakterien.

Allergen = die bekanntere Bezeichnung für ein Antigen.
Es gibt verschiedene Unterteilungen, die Sie auch auf der Unterseite Allergien nachlesen können.

Antikörper = hochselektive Proteine, die nur auf ganz bestimmte Antigene passen und eine allergische Reaktion auslösen, indem nach einer Sensibilisierungsphase zuviel Antikörper ausgeschüttet werden.

Immunglobulin E = Eine Antikörperart unter mehreren, die das Anfangsglied einer allergischen Reaktionskette bilden.
Es spielt bei Allergien eine ganz besondere Rolle, da es in der Lage ist, basophile Mastzellen an sich zu binden, die zu einer Histaminauschüttung führen.

Basophile Mastzellen = Sie stellen eine Unterart der Leukozyten dar. Leukozyten werden auch als weisse Blütkörperchen bezeichnet, die zu den Abwehrzellen des Blutes gehören. Sie patroullieren den Körper ständig auf der Suche nach eingedrungenen Antigenstrukturen.
Also z.B. nach Antigenstrukturen der Blütenpollen.

Histamin = Histamin ist ein Hormon, das an der Abwehr körpereigener Stoffe beteiligt ist und am Ende der allergischen Reaktionskette steht. Seine Ausschüttung führt im Verbund mit einigen anderen Stoffen zu den bekannten Symptomatiken einer Heuschnupfenallergie.
Es ist auch in zahlreichen Lebensmitteln enthalten. Menschen mit einer Histaminintolerenz sollten daher bestimmte Nahrungsmittel vermeiden.

Zu diesen gehören unter anderem:

  • Käse,
  • Alkohol,
  • Dosenwurst,
  • Zitrusfrüchte,
  • lang gelagerte Nüsse,
  • Backhefe
  • und noch einige andere.

Wenn Sie Interesse an einer Heuschnupfenbehandlung in meiner Naturheilpraxis in Oldenburg haben, rufen Sie mich bitte an. Ich behandle Sie gerne auf natürliche Weise bei dieser nicht nur lästigen, sondern auch ernstzunehmenden Allergie.