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Multiple Sklerose Behandlung

Unter Multiple Sklerose (fachsprachlich auch Encephalomyelitis disseminata und als Kurzform MS genannt) versteht man eine neurologische Erkrankung, die durch Entzündungsprozesse im zentralen Nervensystems gekennzeichnet ist.

Die Ursache für die Entstehung dieser Entmarkungsherde, wie diese Entzündungsherde auch genannt werden, ist bislang nicht ausreichend geklärt. Man weiss nur, dass durch ein fehlgeleitetes Immunsystem körpereigene Abwehrzellen, die sog. Myelinscheiden der Nervenfortsätze angreifen und dort Nervweiterleitungsstörungen verursachen.

Man kann sich das vereinfacht, wie das „Anfressen“ einer Kabelleitung vorstellen. Nimmt an einigen Stellen die Isolierung schaden, verursacht das im gesamten System Störungen oder Ausfälle.

Die Multiple Sklerose ist bei jungen Menschen eine der häufigsten neurologischen Erkrankungsbilder und somit von besonderer sozialmedizinischer Bedeutung.

Der Wortbegriff Multiple entlehnt sich der Eigenart der Multiple Sklerose, die gleichsam ungeordnet an verschiedenen Stellen im Nervensystem auftreten kann und dort die sog. weiße Substanz angreift. Davon abgeleitet lässt sich auch erklären, dass abhängig vom betroffenen Bereich des Nervensystems unterschiedlichste Symptome auftreten können. Die weiße Substanz ist das, was weiter oben verbildlicht als Kabelisolierung bezeichnet wurde.

Fakten und Zahlen

Die Multiple Sklerose betrifft Frauen doppelt so häufig wie Männer.

Etwas mehr als 100 Menschen pro 100.000 in der Gesamtbevölkerung leiden unter der Multiplen Sklerose. Damit ist die MS die häufigste entzündliche, neurologische Erkrankungsform in Mitteleuropa. In Afrika und beispielsweise und auch in Israel ist die Prävalenz (Erkrankungshäufigkeit) deutlich geringer. Daher nimmt man auch eine Beteiligung von Umweltfaktoren als eine mögliche Ursache für die MS an.

Verlauf

Allen Vorurteilen zum Trotz muss die Multiple Sklerose nicht immer einen schweren Verlauf nehmen.

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Es ist nahezu unmöglich zu Krankheitsbeginn eine Aussage über den künftigen Verlauf der Krankheit zu machen. Mittlerweile gibt es vielfältige Behandlungsmöglichkeiten, die auch Jahre nach dem Ausbruch der MS schwere Verläufe zu verhindern wissen. So bleiben auch die Gehfähigkeit und andere wichtige Organfunktionen der Erkrankten lange erhalten und ermöglichen so ein Leben mit ausreichender bis guter Lebensqualität. Allerdings bestätigt auch hier die Ausnahme die Regel und mitunter ist der Krankheitsverlauf schnell und aggressiv fortschreitend.

Insgesamt liegt die Lebenserwartung der Erkrankten – in Abhängigkeit von der Art der MS und ihrem Beginn – bis zu zehn Jahren unter der von gesunden Menschen. Erfreulicherweise geht diese Zahl immer weiter zurück, was neuen und besseren Behandlungsmethoden geschuldet ist.

Ursachen

Hier tappt man, trotz größter Forschungsanstrengungen immer noch im Dunkeln.

Es wird ein multifaktorielles Geschehen hinter der MS vermutet. Also ein Vielzahl von Faktoren, die letztendlich den Weg für den Ausbruch der Krankheit ebnen. Unter anderem wird auch eine genetische Disposition diskutiert, obwohl man bei der MS keinesfalls von einer Erbkrankheit im klassischen Sinne sprechen kann.

Allerdings steigt das Erkrankungsrisiko, wenn ein Familienmitglied ebenfalls an einer MS erkrankt ist, bzw. war. Zwillingsstudien konnten jedoch keine abweichenden, genetischen Faktoren bestätigen.

Häufig wird auch eine sog. Infektion mit einem auslösenden Agens (Substanz) zur Diskussion gestellt. Dabei soll es sich um einen Erreger handeln, der eine Reaktivität mit Proteinbestandteilen des Myelins zeigt. Allerdings ließ sich dieser Verdacht wissenschaftlich nicht erhärten und auch empirisch nicht begründen, da selbst Dritte, die in ständigem Kontakt mit MS-Erkrankten standen, nicht erkrankten.

Auch zahlreichen Viren und Bakterien wird unterstellt, dass sie eine Mitschuld bei der Entstehung der Multiple Sklerose trifft.
Allerdings bleibt auch hier das Vorgesagte hypothetisch. Umweltgifte (und vor allen Dingen welche) konnten ebenfalls keinen kausalen Zusammenhang mit der MS zeigen.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass Rauchen das Erkrankungsrisiko ganz erheblich steigert. Es wurde ein Faktor von über 1,5 durch eine breit angelegte Metaanalyse bestätigt. Auch der Verlauf der MS wird ungünstig durch das Rauchen beeinflusst.

Formen der Multiplen Sklerose

Aus welcher Sichtweise man es auch betrachten mag: Es gibt glücklicherweise oder leider verschiedene Verlaufsformen der Multiple Sklerose.

Gekennzeichnet ist der Krankheitsverlauf durch sog. Schübe, die das Wiederauftreten von Krankheitsymptomen nach einer mehr oder weniger langen Ruhephase meinen. In der Regel treten diese Schübe innerhalb von Tagen auf und verschlimmern das gesamte Krankheitsbild, da sie die Markscheiden (weiter) zerstören und nicht immer reversibel sind.

Der Schub kann insgesamt eine Dauer von Tagen bis Wochen haben und erfordert oft eine Krankenhauseinweisung.

Unterarten

Die schubförmig remmittierende MS:

Hier treten einzelne Schübe auf, die sich entweder ganz oder teilweise zurückbilden.

Die sekundär progrediente MS:

Sie ist durch ein eher gleichmäßiges, langsames Fortschreiten der Krankheit gekennzeichnet. Es können aber dennoch (zusätzlich) Schübe auftreten.

Die Wahrscheinlichkeit einen Schub zu erleiden wird durch Virusinfektionen deutlich erhöht. Man könnte Virusinfektionen gewissermaßen als Trigger (Auslöser) für einen Schub bezeichnen. Was aber nicht heisst, dass jede Virusinfektion zu einem Schub führt. Das ist keineswegs der Fall.

Erfreuerlicherweise gibt es aber auch Parameter, die eine Schubwahrscheinlichkeit reduzieren. Z.B. eine Schwangerschaft. Direkt nach einer Schwangerschaft erhöht sich das Risiko aber leider wieder. Die Auswirkungen von Stress sind noch nicht hinreichend untersucht. Es gibt abhängig von der durchgeführten Studie Für und Wider für eine Beteiligung von psychischen Faktoren beim Ausbruch eines Schubes.

Die primär progrediente MS:

Das Wort progredient meint soviel wie fortschreitend und macht deutlich, dass es hier hauptsächlich auf ein langsames Fortschreiten der Erkrankung ankommt. Schübe kommen bei ihr sehr selten vor. Die neurologischen Defizite bilden sich nicht zurück, sondern verschlimmern die Krankheit. Sie kommt deutlich häufiger bei älteren Patienten vor.

Allgemeine Krankheitssymptome

Häufig treten als Erstsymptomatik Sehstörungen auf.

Besonders das Sehen von Doppelbildern und eine allg. Sehunschärfe werden hier genannt. Auch Sensibilitätsstörungen werden häufig beobachtet. Das Gegenteil, also eine erhöhte Sensibilität und Anfälligkeit des Nervs zeigt sich durch Krämpfe der Muskulatur und Schmerzen (z.B. durch Mitleidenschaft des Trigeminusnervs).

Man kann (wie weiter oben bereits genannt) allerdings nicht generell bestimmte Symptome als signifikant für den Beginn der Multiple Sklerose benennen, da diese davon abhängig sind, an welcher Stelle die Entmarkung der Markscheiden beginnt. Also welcher Nerv davon betroffen ist. In der Regel wird die Krankheit durch einen Erstschub erkennbar und tritt dann bei Patienten zwischen dem 15. und 40. Lebensjahr auf.

Wenn Entzündungsherde im Hals- und Nackenbereich auftreten, lassen sich diese durch das sog. Lhermitte-Zeichen vom Arzt oder Heilpraktiker verifizieren. Dabei wird der Nackenbereich nach vorne überspannt. Der Patient nimmt bei positiver Indikation ein elektrisierendes Kribbeln in den Armen, Beinen oder auch dem Rumpf wahr.

Weitere, typische Symptomatiken:

  • Lähmungserscheinungen
  • Muskeltonuserhöhungen und Störungen der Bewegungskoordination
  • Augenrollbewegungen (Nystagmus)
  • Schluckstörungen
  • Schwindelgefühle
  • Fehlen der Bauchhautreflexe
  • Wechsel zwischen Euphorie und Dysphorie (guter und schlechter Stimmung)
  • Blasenfunktionsstörungen
  • sexuelle Störungen
  • leichte Ermüdbarkeit

Als sog. Charcot-Trias wird eine Zusammentreffen folgender Symptomatiken genannt, die typisch für eine Multiple Sklerose sind:

  • Intentionstremor (Zittern)
  • Nystagmus (Augenrollbewegungen)
  • und eine abgehackte, skandierende Sprache

Um die Diagnose einer Multiple-Sklerose zu verifizieren stützt man sich auf bildgebende Verfahren. Wichtigstes Leitkriterium für die Diagnose einer MS bleibt jedoch der Streuungscharakter von Entzündungsherden im zentralen Nervensystem. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Dissemination.

In meiner Naturheilpraxis in Oldenburg stelle ich oft fest, dass trotz fortschrittlichster, schulmedizinischer Techniken zur Diagnosestellung, Patienten immer wieder einen langen Leidensweg hinter sich haben, bevor eine MS-Diagnose gestellt wird.

Das liegt unter anderem auch daran, das viele neurologische Symptome auch auf andere Erkrankungen, wie z.B. eine Borreliose zutreffen können. Ein Nachweis ist jedoch bei 95 % der MS-Patienten zu führen:

Im Liquor des Rückenmarks ist ein pathologischer Befund ausmachbar. Daher ist bei einem MS-Verdacht immer zu einer Lumbalpunktion zu raten. Die dabei durchzuführende Antikörpersynthese kann jedoch auch auf andere Erkrankungen zutreffen, was wiederum zu Problemen bei der genauen Diagnose einer MS führt. Diese Untersuchung ist letztendlich leider auch nicht beweissführend, sondern nur hinweisgebend.

Letztlich bleibt festzustellen, dass die MS eine Ausschlussdiagnose darstellt. Mit anderen Worten: Alle anderen in Frage kommenden Erkrankungen, wie z.B. eine Borreliose, eine HIV-Infektion, verschiedene Kollagenosen und Vaskulitiden, die neurologische Symptomatiken hervorrufen, die einer MS sehr ähnlich sind, müssen ausgeschlossen werden.

Der mitunter lange Leidensweg eines MS-Patienten ist also gut nachvollziehbar.

Therapie

Der klassische, schulmedizinische Weg der Therapie richtet sich nach den vorherrschenden Symptomatiken; denn nicht jeder MS-Erkrankte zeigt die gleichen Symptome.

Das gilt erst recht für den Krankheitsbeginn. Da die MS schulmedizinisch als unheilbar gilt, konzentriert man sich auf eine symptomatische Behandlung, um dem Patienten eine möglichst hohe Lebensqualität zu ermöglichen und den Verlauf der Erkrankung zu verzögern, bzw. zu verlangsamen.

Dabei unterscheidet man zwischen der Langzeittherapie und der sog. Schubtherapie, die bei akuten Verläufen zum Einsatz kommt und in der Regel stationär erfolgt. Dabei werden typischerweise hochdosierte Glucocorticoide verabreicht, um den Entzündungsprozessen entgegenzuwirken. Die dabei auftretenden Nebenwirkungen, wie Schlafstörungen und Stimmungs-schwankungen müssen Wohl oder Übel in Kauf genommen werden.

Da die MS eine Fehlsteuerung des Immunsystems ist, muss seine Stärkung vermieden werden.

Man zielt sogar darauf ab, dass Immunsystem zu schwächen und damit seine Fehlsteuerungen und die damit verbundene „Angriffslust“ einzudämmen. Das macht man mit sog. Immunsuppressiva, wie Mitoxantron. Sie machen es den weißen Blutkörperchen schwerer sich zu vermehren.

Auftretende Spastiken, die im späteren Krankheitsverlauf häufig entstehen, werden durch eine gezielte Physiotherapie abgemildert. Auch eine psychotherapeutische Unterstützung ist bei depressiven Begleiterkrankungen und starken Stimmungsschwankungen angezeigt und eine wichtige Komponente der MS-Behandlung.

Leider wird sie zu selten von Erkrankten in Anspruch genommen, was es für das familiäre Umfeld nicht leichter macht.

Eine weitere wichtige Komponente der Therapie, die hier nicht unerwähnt bleiben soll, ist die Schmerztherapie.

MS-Patienten haben häufig mit Nervenschmerzen wie einer Trigeminusneuralgie zutun. Wenn man sich – wie weiter oben beschrieben – vorstellt, dass bei einer MS die Kabelisolierung der Nerven freigelegt wird, verwundert es nicht, dass Schmerzen einen erheblichen Leidensdruck hervorrufen können. Es gibt eine Vielzahl weiterer, klassischer Therapiemaßnahmen, die aufgrund ihres Umfangs hier nicht weiter erwähnt werden sollen.

Lassen Sie mich jedoch zum Schluss meinen naturheilkundlichen Ansatz mithilfe der Biokybernetik schildern:

Physiker wissen schon lange, dass Materie nichts anderes als verdichtete Energie ist. Daher gehen wir Naturheilkundler davon aus, dass im Energiefeld eines Erkrankten angesetzt werden muss, um seine Erkrankung positiv zu beeinflussen. Dies geschieht in idealer Weise mit der Biokybernetik.

Bitte schauen Sie sich auf meinen anderen Unterseiten um, wenn Sie mehr über meinen Ansatz der energiemedizinischen Behandlung in meiner Naturheilpraxis in Oldenburg erfahren wollen.